Bereits in seiner Jugend las Martin Eller die Werke von Theodor Storm, „Immensee“ war eine seiner Lieblingsgeschichten; auch „Pole Poppenspäler“, „Waldwinkel“ und den „Schimmelreiter“ kannte er gut. Seinen eigenen Kindern las er später den „kleinen Häwelmann“ aus Storms gesammelten Werken vor:

„Diese Geschichten wühlten mich so um, daß ich Storm in meiner jugendlichen Begeisterung kurzerhand zum größten Dichter aller Zeiten erklärte und mich gedrängt sah, den würdigen Greis von dem Umschlagfoto abzuzeichnen. Es gab auch noch eine Zeichnung zur „Stadt am grauen Meer“, die habe ich aber nicht mehr … Das Buch mit Storms Werken habe ich heute noch stets griffbereit im Regal. Ich habe es viel gebraucht, als mein Sohn starb; ich meine die „Den Toten“ gewidmeten Dichtungen darin. Und als ich mich unlängst mit dem „Tonio Kröger“ von Thomas Mann befasste, las ich „Immensee“ wieder. Ich erinnerte mich daran, wieviel mir die Werke von Storm einst bedeuteten – und an die Zeichnung, die seit Jahrzehnten in einer Mappe verschlossen lag.“

AE

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29. März 2015

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