Malerei

Bilder aus Farbe

Die Malerei von Martin Eller war schon immer auf die Wirklichkeit und damit auf die Natur bezogen - nicht aus Gründen irgendeiner sentimentalen Naturbegeisterung, sondern aus logischen Überlegungen:

"Jeder der malt, malt etwas aus der Natur. Selbst das Zufällige, etwa wenn Gerhard Richter mit dem Rakel die Ölfarbe pfundweise verspachtelt, auf das daraus etwas neues entstehe, ist ja notwendig den Naturgesetzen unterworfen, die im Material mit seinen physikalischen und chemischen Eigenschaften innewohnen. Es gefällt mir daher sehr gut, wenn Jackson Pollock sagt, er male keine Natur, er selbst sei die Natur."

Die Behauptung des "Neuen" oder gar des "Geistigen" in der abstrakten, gestischen Malerei hält Martin Eller für metaphysische Spekulation, die der Idee der Moderne widerspricht:

"Was sich nicht logisch begründen lässt, ist gar nicht zu begründen. Ich male 'Etwas', weil man nicht 'Nichts' malen kann. Experimente in Farbe sind manchmal sehr schön und es gibt eine große Anzahl Maler, die das betreiben. Was in der Kunst fehlt, ist die Arbeit an den Grundlagen der Wirklichkeit, die zum logischen Bild führen."

Die Konzeption "logisches Bild", die sich ausschließlich auf die Darstellung der Relationen der Natur bezieht, soll diesen Anspruch erfüllen. In einem ersten Traktat ist neben diesem Konzept die Funktion des Bildes an sich ausführlich dargelegt und veröffentlicht.

 

9. Juni 2015

Scroll Up