Die Gemälde von Martin Eller sind mit hochwertigen, teilweise selbst angeriebenen Farben auf sorgfältig vorbereitetem Malgrund in verschiedenen Bindemitteln gearbeitet. Zeichnungen werden in Tusche mit Stahlfeder und Pinsel ausgearbeitet und mittels althergebrachter Quadratnetzprojektion auf die Malfläche übertragen. Für Untermalungen und Weißhöhungen wird Tempera verwendet, in Decklagen Öl. Als Schlußüberzug kommt je nach Anforderung Bienenwachs oder Akrylatdispersion (anstelle benzinlöslicher Harze) zur Anwendung.

Dem „Kult“, der um die Technik im allgemeinen und um die Maltechnik im besonderen gemacht wird, steht Martin Eller explizit ablehnend gegenüber:

„Behauptungen zu mystischen Geheimnissen in der Malerei, über rätselhafte Farben aus dem Orient, alchimistisch aufbereiteter Essenzen, notwendiger, heute leider nicht mehr zu erlangender Weihen und so weiter, sind Unsinn oder bloße Reklame. Die kombinierte alla-prima-Ölmalerei auf sorgfältiger Zeichnung und Tempera-Untermalung folgt ausschließlich rationalen Erwägungen. Sie ist das Ergebnis der Jahrhunderte währenden Entwicklung seit Jan van Eyck, wobei technische Neuerungen, wie etwa optische Projektionsspiegel oder chemisch ausgefällte Farben, immer wie selbstverständlich benutzt wurden.“

Beispiele für verschiedene Techniken:   Öllasuren über Tempera, pastose Harz-Öl-Malerei, Öl alla prima, Akryl-Mischtechnik, Tempera, Tuschzeichnung.

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22. April 2015

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